Die erste Stelle im Johannesevangelium wo das Wort „Fleisch“ auftaucht, ist bekannt: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt …“ Im Wort „Fleisch“ verstehen wir die Weihnachtsbotschaft: Jesus ist einer von uns geworden, ein Mensch mit begrenzter Geschichte, mit frohen und leidvollen Erfahrungen, mit dem unausweichlichen Tod vor Augen und begabt mit einer Verheißung, die weit über den Tod hinausgeht. Jesu „Fleisch“ ist sein geschichtlich fassbares Leben: sein Umgang mit den Menschen, seine Freiheit gegenüber erstarrten Regeln. „Fleisch“ ist sein Talent, den Sinn göttlicher Gebote zu erfassen und Menschen nicht auf ihre Schuld zu reduzieren, seine Kraft, Ausgeschlossene zurückzuholen. Das alles, und nicht einen Happen Menschenfleisch, gilt es zu „kauen“, zu „verzehren“, damit wir das Leben haben, damit wir in ihm bleiben und er in uns bleibt. Deshalb empfangen wir den Leib Christi: das Brot, über das Jesus gesprochen hat: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Brot, in dem er selber da ist.




Endlich Ferien, Urlaub, Auszeit


Liebe Pfarrangehörige, falls Sie nicht schon Ihre Koffer über Pfingsten gepackt hatten, werden Sie es vielleicht bald für den Sommerurlaub tun. Aber egal ob Sie verreisen oder daheim bleiben, Gott  wird Sie weiter begleiten mit demselben „Gepäck“. Sein Wort und sein Brot begleiten uns weiter auf jedem Schritt und Tritt, nicht zuletzt in jedem Gottesdienst und in jedem Land. Auch spontane, unerwartete Besuche sind Sein Ding.

 

Vor nicht langer Zeit erzählte mir jemand, was er so alles in seinem Leben geleistet hat. Und nach einer kurzen Pause gestand er dann: „Nur eines muss ich sagen: Ich habe vergessen zu leben.“  Auch wenn man seine Arbeit gerne macht, darf man sich eine Zeit gönnen, in der man das Leben auskosten kann.

Pater Anselm Grün spricht da gerne von der „Entschleunigung“, den Fuß vom Gaspedal nehmen und einmal die Welt mit neuen Augen sehen …

Ja, wir sind oft  in der Gefahr, dass wir bei der Hektik unserer Tage etwas ganz Wichtiges am Leben verlieren, nämlich die Freude am Leben.  Ich wünsche deshalb jedem von uns eine „Auszeit“ in der man wieder diese Freude am Leben, an der Schöpfung und an den Mitmenschen erlebt oder noch weiter vertieft.

Auch ich bin in diesen Wochen über längere Zeit  nicht da. Für Vertretung (Werktags- wie Sonntagsgottesdienste) habe ich bereits im Januar gesorgt. Wir werden an manchen Werktagen unseren Gottesdienstbesuchern auch eine Wortgottesfeier anbieten.  

 

Liebe Leserinnen / Leser unserer Homepage,

das Leben ist ein wunderbares Geschenk und beschränkt sich nicht nur auf den Sommer. Bevor Sie vom nächsten zu träumen beginnen, versuchen Sie doch mal das, was Sie in den letzten Tagen bereichert hat, in Ihren Alltag  umzusetzen.

 

Dazu ein paar Tipps: Sollten Sie ein gutes Buch gelesen haben, weil es in ihrem Hotelzimmer keinen Fernseher gab. Warum nicht auch jetzt zu Hause den Fernseher mal auslassen und zu einem Buch greifen?

Sie haben abends bei einem Glas Wein viel mit Ihrer Frau oder Ihrem Mann geredet? Was hindert Sie daran, das jetzt auch zu tun? Sie haben gemerkt, wie gut Ihnen die viele frische Luft tat, warum auch jetzt nicht? Ist unsere Bodensee-Luft  denn schlechter als die in der Ferne? Sie waren auch mal im Gottesdienst weil es an Ihrem Urlaubsort eine schöne Kirche gab? Auch bei uns sind Sie immer herzlich willkommen!

 

Am Ende der göttlichen Schöpfung stand als krönender Höhepunkt die Ruhe am siebten Tag. Und das dritte Gebot „Du sollst den Tag des Herrn heilig halten“ kann man auch übersetzen mit: „Du sollst dich nicht zu Tode hetzen.“

Übrigens, bald ist Sonntag und vielleicht haben Sie an dem Tag auch frei. Wäre es nicht schön, das eine oder andere öfters auszuprobieren? Es lohnt sich, zumindest darüber nachzudenken!

Ihr / Euer D. Niklewicz, Pfr. 


Termine der Pfarreiengemeinschaft


(Für nähere Details zu dem jeweiligen Termin bitte auf diesen klicken!)




Ferien


Die Freuden der Ferien scheinen hinein in das Haus Gottes. Dort sind sie zu Hause. Das lateinische „Feria“ bezeichnete ursprünglich die von der Arbeit für den Gottesdienst freie Zeit.


Wann sind Ferien?

Ferien sind – wenn die Schulsachen verloren haben,

weil sie in den Ferien nämlich nichts verloren haben!